Die 2. Generation des Apple iPhones im Test


derStandard.at – Apple hat die ersten iPhones der neuen Generation vor dem offiziellen Launch am 11. Juli zum Testen an Journalisten ausgeschickt. Walt Mossberg vom Wall Street Journal, Edward Baig von USA Today und David Pogue von der New York Times waren die ersten, die das mit viel Trara angekündigte Mobiltelefon in Händen halten konnten. Viel Überraschendes förderten die ersten Rezensionen nicht zu Tage, denn die Neuheiten im iPhone 3G sind bereits seit längerem bekannt: UMTS, GPS und der App Store.

Kurze Akkulaufzeiten
Kritik kommt von Walt Mossberg, der seinen Test gleich auf Video gebannt hat. Der Akku der neuen Version sei viel schneller leer als beim ersten iPhone. Dies sei auf den höheren Energieverbrauch im 3G-Betrieb zurückzuführen. Bei normalem Gebrauch sei die Akkuladung am Nachmittag bereits auf unter 20 Prozent gesunken. Seinen Tests zufolge müsse das iPhone 3G täglich frisch aufgeladen werden. Baig von US Today empfand den Stromverbrauch etwa gleich hoch wie den des Vorgängers, musste aber ebenfalls übernacht wieder aufladen.

Bilder vom Apple iPhone 3G

Echter GPS-Empfänger
Neu ist der GPS-Empfänger. Das ursprüngliche iPhone hatte zwar ebenfalls eine Positionsbestimmung, bediente sich aber der Lokalisierung mittels WLAN. Pogue kritisiert jedoch, dass damit nur wenig anzufangen sei. Apple habe bereits vorweggenommen, dass die Antenne etwas schwächer sei als die von herkömmlichen GPS-Geräten zur Routenplanung im Auto. Alles, was man damit machen könne, sei eine ungefähre Positionsbestimmung und Nachverfolgung der eigenen Route. Aber schon die Autokarosserie oder umstehende hohe Gebäude könnten das Signal blockieren, so Pogue.

Kein MMS, kein Voice-Dialing
Ebenfalls bemängelt wurde das Fehlen von MMS, Voice-Dialing, Copy-Paste-Funktion, Speicherkartenslot und Videoaufnahmen. Auch mit dem Touchscreen zeigten sich nicht alle zufrieden – das liegt aber wohl eher am persönlichen Geschmack, schließlich war auch schon das originale iPhone damit ausgestattet. Pogue von der New York Times stellte immerhin fest, dass das neue Gerät besser in der Hand liege.

Bessere Audioqualität
Alle drei Tester stellten positiv fest, dass sich die Audioqualität drastisch verbessert habe, sowohl beim Telefonieren als auch beim Musikhören. Pogue: “Tatsächlich klingen nur wenige Mobiltelefone so gut.” Auch die neuen Applikationen wurden mit Begeisterung aufgenommen. Für den Autor der New York Times entwickle sich das iPhone 3G zudem zu einem richtigen Spielehandheld mit flüssigen 3D-Grafiken und einer Steuerung durch Kippen des Geräts. Pluspunkte sammelte das Gerät natürlich auch für den schnelleren Download von Webseiten via UMTS und für den Standard-Anschluss für Kopfhörer, mit dem nun kein Adapter mehr benötigt wird.

iPhone 2.0 und App Store
Fazit der Starjournalisten: Das iPhone 3G biete mehr als nur ein Update auf den neuesten Stand der Technik, wenngleich die Original-Geräte dadurch keineswegs veraltet wären. Denn die wichtigsten Neuerungen seien die iPhone 2.0 Software und der App Store, die beide jedoch nicht den Kauf des neuen Geräts erfordern sondern auch für das Original-Gerät und den iPod Touch zur Verfügung stehen werden.

David Pogue glaubt, dass die große iPhone-Manie wie beim Verkaufsstart der ersten Generation vorüber ist. Das sei zum Teil den höheren Tarifen geschuldet, zum Teil gebe es auch zu wenig neue Features. Laut Ed Baig zahle sich das Warten auf das iPhone 3G allerdings aus. (br)





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kurios.at, 10. July 2008



Kategorie: Allgemein

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