Intelligentes In-Car-System von IBM in fünf Jahren marktreif



New York (pte, 19. Jul 2001 09:45) – Ein künstlicher Beifahrer soll Autofahrer künftig am Steuer wach halten. Wie das Wissenschaftsmagazin “New Scientist” http://www.newscientist.com berichtet, arbeiten Ingenieure am
Watson Research Center http://www.watson.ibm.com der IBM in
Yorktown Heights/New York an einem intelligenten In-Car-System, das Fahrer auf langen, eintönigen Strecken unterhält.
Trotz seines Namens ist der so genannte “Artificial Passenger” (AP) aber keine Puppe, sondern besteht aus einer Reihe
von ins Armaturenbrett integrierten Geräten.

Basis ist ein Gesprächsplaner, der ein Interessensprofil des
Autofahrers eingespeichert hat. Einmal aktiviert, beginnt der AP während der Fahrt, über einen Sprachgenerator Fragen
zu stellen. Die Antworten des Fahrers werden durch ein Mikrofon aufgenommen und über ein Spracherkennungssystem in
einzelne Wörter zerlegt. Eine Kamera verfolgt parallel dazu die Lippenbewegungen, um die Spracherkennung zu verbessern.
Stimmen die Antworten des Fahrers nicht mit seinem eingegebenen Profil überein oder redet er zu langsam mit schlechter
Intonation, geht das System von einem bevorstehenden Sekundenschlaf aus. Es löst Alarm aus und reißt den Fahrer durch
kalte Wasserspritzer, automatisches Fensteröffnen oder einen Signalton aus seiner Lethargie.

Um den Autofahrer
bei Laune zu halten, wechselt der AP auch automatisch die Sender des Autoradios oder erzählt Witze. Kalauer, die bei
Fahrern nicht ankommen, sollen allerdings aus dem System gelöscht werden, sagt Dimitri Kanevsky vom Watson Research
Center. Wie sein Kollege Wlodzimierz Zadrozny in “New Scientist” berichtet, könnte das System in drei bis fünf Jahren
auf den Markt kommen.





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kurios.at, 19. July 2001



Kategorie: Allgemein

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