{"id":106,"date":"2003-05-30T14:54:05","date_gmt":"2003-05-30T13:54:05","guid":{"rendered":"http:\/\/kurios.at\/storys\/106"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"Der-boese-Euro","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kurios.at\/storys\/106\/Der-boese-Euro\/","title":{"rendered":"Der b\u00f6se Euro"},"content":{"rendered":"<h1 class=\"storys\"><CENTER>Der b\u00f6se Euro.<\/h1>\n<p><\/center><font class=\"storys\"><br \/>\n<br \/>\n<a href=\"http:\/\/derStandard.at\" target=\"_blank\"><b>derStandard.at, 2003<\/b><\/a> &#8211; Teil I:<br \/>531 Tage nach der gegl\u00fcckten Umstellung von Schilling auf Schilling (vom echten auf den getarnten, den man sich erst m\u00fchsam mit 14 herbeimultiplizieren muss), 531 Tage danach gilt es leider, eine Warnung auszusprechen: Vorsicht, da gibt es eine gemeine Eurofalle, bei der Sie viel Geld verlieren k\u00f6nnen (bzw. verloren haben). Betroffen sind all jene, die beim Bezahlen von Summen unter 20 nicht daran denken mitzudenken, wie viel das eigentlich gerade ausgemacht hat in Relation zu dem, was sie daf\u00fcr bekommen haben.<\/p>\n<p>Gef\u00e4hrlich sind exakt f\u00fcnf Summen: 3,10, 4,10, 5,10, 8,10 und 9,10. In Worten w\u00e4ren das &#8220;drei Euro, zehn Cent&#8221;, usw., aber die Kellnersprache spart sich die W\u00e4hrung. Und so kam es j\u00fcngst zu folgendem Vorfall. Ich verlangte f\u00fcr Pizza und Spritzer die Rechnung. Der Preis: 9,10. Kellner: &#8220;Neun-zehn&#8221;. Ich: &#8220;Zwanzig. Stimmt schon.&#8221; Er: &#8220;Ah, oh, danke!&#8221; Er verbeugte sich und ging. Aber er war ein guter Mensch. Er kehrte um, sagte: &#8220;\u00c4h, ich glaube, das war zu viel&#8221; und h\u00e4ndigte mir einen Zehn-Euro-Schein aus. Ich, versch\u00e4mt: &#8220;Danke, dachte ich mir gleich, dass das ein bisschen teuer gewesen w\u00e4re.&#8221; (L\u00fcge.) Jetzt frage ich Sie: Wie viele Kellner geben freiwillig Trinkgeld zur\u00fcck?<\/p>\n<p>Teil II:<br \/>J\u00fcngst haben wir uns wieder \u00fcber den Euro ge\u00e4rgert, dass er eine unbekannte Gr\u00f6\u00dfe geblieben ist und uns mit \u00fcblen<br \/>\nTricks und phonetischen Fallen das Geld (also sich selbst) aus der Tasche zieht. Im Normalverbrauch kommt er<br \/>\nunverd\u00e4chtig ein- oder zweistellig daher. Schon Tage und Wochen vor dem Monatsersten neigt er dazu, durch<br \/>\nAbwesenheit zu gl\u00e4nzen. Da erkennen wir erst, wie teuer er uns eigentlich zu stehen kommt, vom Sitzen, Essen<br \/>\nund Trinken ganz zu schweigen.<\/p>\n<p>Dazu passt die Quizfrage, die Leser Martin an uns richtet. Sie lautet: Was bezahlt man heutzutage &#8220;cash und carry&#8221;<br \/>\nf\u00fcr zwei halbe Liter stilles Mineralwasser V\u00f6slauer und zwei Schokoriegel Milka-Leo: Zahlt man a) 1,24 Euro b)<br \/>\n4,00 Euro oder c) 7,40 Euro?<\/p>\n<p>Um Spannung und Spanne zu erh\u00f6hen, bieten wir noch die entsprechenden Summen der verlorenen W\u00e4hrung an: Da h\u00e4tten<br \/>\nwir a) 17 Schilling, b) 55 Schilling oder c) 102 Schilling.<\/p>\n<p>Und nun Martins L\u00f6sung: &#8220;Alle drei Antworten sind richtig: a) im Supermarkt, b) in unserer (vermutlich repr\u00e4sentativen)<br \/>\nFirmenkantine, c) im Speisewagen des Eurocitys ,Historische Stadt Judenburg&#8217; (am 9. Juni 2003, von K\u00e4rnten nach Wien).&#8221;<br \/>\nWill man wem diese Strecke vermiesen?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der b\u00f6se Euro. derStandard.at, 2003 &#8211; Teil I:531 Tage nach der gegl\u00fcckten Umstellung von Schilling auf Schilling (vom echten auf den getarnten, den man sich erst m\u00fchsam mit 14 herbeimultiplizieren muss), 531 Tage danach gilt es leider, eine Warnung auszusprechen: Vorsicht, da gibt es eine gemeine Eurofalle, bei der Sie viel Geld verlieren k\u00f6nnen (bzw. 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