{"id":254,"date":"2008-07-13T14:26:09","date_gmt":"2008-07-13T13:26:09","guid":{"rendered":"http:\/\/kurios.at\/storys\/254"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"Handys-machen-Popcorn","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kurios.at\/storys\/254\/Handys-machen-Popcorn\/","title":{"rendered":"Handys machen Popcorn"},"content":{"rendered":"<h1 class=\"storys\"><center>Handys machen Popcorn &#8211; Aber nur im Video<\/center><\/h1>\n<p><font class=\"storys\"><br \/>\n<\/p>\n<table>\n<tr>\n<td>\n<a href=\"http:\/\/spiegel.de\" target=\"_blank\"><b>Spiegel.de<\/b><\/a>, Juni 2008 &#8211; YouTube-Clips zeigen, wie Handystrahlung aus Puffmais Popcorn macht. Ein gut produzierter Tricks: Dass solche Filmchen T\u00e4uschungen sind, wurde allerdings schon anhand angeblich per Mobilfunk-Strahlung gekochter Eier ausgiebig diskutiert.<\/p>\n<p>Kann man mit drei Handys Popcorn herstellen? Ja, wenn man den YouTube-Nutzer namens &#8220;bobtel08&#8221; fragt. Jedenfalls zeigt sein Video mit dem einnehmenden Titel &#8220;Wer kann das erkl\u00e4ren?&#8221; scheinbar eindeutig, wie der Trick funktioniert. Einfach die Mobiltelefone mit wenigen Zentimetern Anstand um einige Puffmaisk\u00f6rner plazieren, anschlie\u00dfend alle drei Handys anrufen &#8211; und schon springt das Popcorn munter durchs Zimmer.\n<\/td>\n<td>\n<object width=\"425\" height=\"344\"><param name=\"movie\" value=\"http:\/\/www.youtube.com\/v\/ju5yIFu4yY8&#038;hl=en&#038;fs=1&#038;rel=0&#038;color1=0x2b405b&#038;color2=0x6b8ab6\"><\/param><param name=\"allowFullScreen\" value=\"true\"><\/param><embed src=\"http:\/\/www.youtube.com\/v\/ju5yIFu4yY8&#038;hl=en&#038;fs=1&#038;rel=0&#038;color1=0x2b405b&#038;color2=0x6b8ab6\" type=\"application\/x-shockwave-flash\" allowfullscreen=\"true\" width=\"425\" height=\"344\"><\/embed><\/object>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<p>Fest steht zun\u00e4chst, dass &#8220;bobtel08&#8221; ein H\u00e4ndchen f\u00fcr Inszenierung hat. Die Kameraperspektive zeigt das Geschehen auf einem Couchtisch gut sichtbar im Vordergrund, und dahinter sch\u00f6n \u00fcbersichtlich die drei Akteure mit sechs Handys (drei als Kochutensil, drei zum anrufen).<\/p>\n<p>Dazu liefern sich zwei Stimmen auf der Tonspur einen aufgeregten, wenn auch etwas eint\u00f6nigen Dialog. Die erste Stimme ist davon \u00fcberzeugt, dass das Experiment funktionieren wird, die zweite geh\u00f6rt dem &#8220;Skeptiker&#8221;, der erst durch die Maisgeschosse \u00fcberzeugt werden kann.<\/p>\n<p>Die Antwort auf die titelgebende Frage des Handy-Popcorn-Videos &#8220;Wer kann das erkl\u00e4ren?&#8221; muss allerdings lauten: Niemand. Oder nur mit der Heizplatte unter dem Tisch und gutem Timing. Denn auch wenn \u00c4ngste vor per Mobilfunk weichgekochten Gehirnen entgegen aller wissenschaftlicher Erkenntnis popul\u00e4r bleiben, sind Handys zum Erhitzen von Lebensmitteln denkbar ungeeignet.<\/p>\n<p>Trotzdem geistert die Geschichte von der aufwallenden Wirkung der Mobilfunkstrahlung seit Jahren immer wieder durchs Netz, bisher allerdings mit Eiern statt Popcorn als Beispiel. Dabei wechseln zwar Details in der Versuchsanordnung, manchmal ist das Ei angeblich in einer halben Stunde hart gekocht, manchmal dauert es etwas l\u00e4nger. <\/p>\n<p>Gemein ist den periodisch aufkommenden Experimenten nur, dass sie auf T\u00e4uschung beruhen, und zwar in zweifacher Hinsicht. Zun\u00e4chst haben zwei oder drei Handys schlicht nicht genug Sendeleistung, um ein Ei oder ein Maiskorn auch nur sp\u00fcrbar zu erw\u00e4rmen. Dabei w\u00e4ren die genutzten Frequenzen prinzipiell sogar geeignet, um durch die sogenannte kapazitive Erw\u00e4rmung einen Effekt zu erzielen.<\/p>\n<p>Aber auch wenn Handys gen\u00fcgend Sendeleistung aufbr\u00e4chten, um Eier oder Maisk\u00f6rner zu erhitzen, w\u00e4re noch wenig gewonnen. Denn ohne Umgebungselement, das mit erhitzt wird, w\u00fcrden die Objekte die aufgenommene W\u00e4rmeenergie auch wieder an die umgebende Luft abgegeben.<\/p>\n<p>Gekochte Eier oder Popcorn w\u00fcrde es also auch bei schwer aufgebohrten Handys so nicht geben.<\/p>\n<p>Dass inzwischen Popcorn und nicht mehr Eier als Versuchobjekte herhalten m\u00fcssen, hat dem bejahrten Trick aber trotz alledem ungeahnten Schwung verliehen. Denn das Video von &#8220;bobtel08&#8221; ist l\u00e4ngst nicht das einzige seiner Art. Vielmehr h\u00e4ufen sich die Handy-Popcorn-Videos seit Jahresbeginn und die partytaugliche Idee scheint in den vergangenen Wochen gerade richtig in Fahrt gekommen zu sein.<\/p>\n<p><b><u>Und so funktionierts:<\/b><\/u><br \/><embed src=\"http:\/\/www.metacafe.com\/fplayer\/1399627\/cell_phone_popcorn_hoax_revealed.swf\" width=\"400\" height=\"345\" wmode=\"transparent\" pluginspage=\"http:\/\/www.macromedia.com\/go\/getflashplayer\" type=\"application\/x-shockwave-flash\"><\/embed>Tja schade. Ich dachte auch, dass das m\u00f6glich w\u00e4re.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Handys machen Popcorn &#8211; Aber nur im Video Spiegel.de, Juni 2008 &#8211; YouTube-Clips zeigen, wie Handystrahlung aus Puffmais Popcorn macht. Ein gut produzierter Tricks: Dass solche Filmchen T\u00e4uschungen sind, wurde allerdings schon anhand angeblich per Mobilfunk-Strahlung gekochter Eier ausgiebig diskutiert. Kann man mit drei Handys Popcorn herstellen? 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