{"id":502,"date":"2008-11-14T02:37:29","date_gmt":"2008-11-14T00:37:29","guid":{"rendered":"http:\/\/kurios.at\/storys\/?p=502"},"modified":"2008-11-14T16:51:04","modified_gmt":"2008-11-14T14:51:04","slug":"iraq-war-ends","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kurios.at\/storys\/502\/iraq-war-ends\/","title":{"rendered":"IRAQ WAR ENDS"},"content":{"rendered":"<h1 class=\"storys\"><center>Falsche &#8220;New York Times&#8221; verk\u00fcndet Ende der Kriege in Irak und Afghanistan<\/center><\/h1>\n<p><font class=\"storys\"><br \/>\n<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/gesellschaft\/\">spiegel.de<\/a> &#8211; Sie sah t\u00e4uschend echt aus &#8211; nur was in der angeblichen Sonderausgabe der &#8220;New York Times&#8221; zu lesen war, lie\u00df die Leser stutzen. Die Kriege im Irak und in Afghanistan seien beendet, das US-Gefangenenlager Guantanamo Bay auf Kuba geschlossen worden, George W. Bush werde wegen Hochverrats angeklagt, stand da zu lesen.<\/p>\n<p>Es war eine erstaunlich professionell gemachte Zeitungsparodie, die an diesem Mittwoch in einer Auflage von 1,2 Millionen St\u00fcck unter anderem in New York, Los Angeles, San Francisco, Chicago, Philadelphia und Washington auf den Markt kam.<\/p>\n<p>Aktivisten und Aktionsk\u00fcnstler um die Gruppe &#8220;The Yes Men&#8221; lie\u00df von gut tausend Helfern jenes 14-seitige Werk verteilen, das auf den Nationalfeiertag 4. Juli 2009 datiert &#8211; es sollte ein Blick in eine bessere Zukunft sein, wie sie sich die Macher der falschen Zeitung ertr\u00e4umen. Sogar die &#8220;New York Times&#8221;-Internet-Seite  bauten sie mit ihren erfundenen Nachrichten nach.<\/p>\n<table>\n<tr>\n<td align=\"justify\">\nUnter anderem ist in der unechten &#8220;New York Times&#8221; zu lesen, die fr\u00fchere US-Au\u00dfenministerin Condoleezza Rice habe sich f\u00fcr die L\u00fcgen \u00fcber angebliche Massenvernichtungswaffen im Irak entschuldigt. Eine \u00d6l-Steuer solle Umweltstudien, den Ausbau von Fahrradwegen in New York und die Einf\u00fchrung einer nationalen Gesundheitsvorsorge finanzieren.\n<\/td>\n<td align=\"right\" width=\"110\">\n<a href=\"http:\/\/kurios.at\/storys\/wp-content\/uploads\/2008\/11\/newyorktimes.pdf\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/kurios.at\/storys\/wp-content\/uploads\/2008\/11\/pdf_icon_large.png\" alt=\"\" title=\"Gef\u00e4lschte New York Times\" width=\"100\" class=\"alignnone size-medium wp-image-503\" border=\"0\" srcset=\"https:\/\/kurios.at\/storys\/wp-content\/uploads\/2008\/11\/pdf_icon_large.png 192w, https:\/\/kurios.at\/storys\/wp-content\/uploads\/2008\/11\/pdf_icon_large-150x150.png 150w\" sizes=\"(max-width: 192px) 100vw, 192px\" \/>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<p>L\u00f6sungen f\u00fcr die wirtschaftlichen Probleme und den Klimawandel seien auf dem Weg, Obergrenzen f\u00fcr Managergeh\u00e4lter eingef\u00fchrt. Sogar offenbar gef\u00e4lschte Anzeigen der \u00d6l- und Bankenindustrie waren im Blatt.<\/p>\n<p>Das &#8220;New York Times&#8221;-Motto &#8220;All the news that&#8217;s fit to print&#8221; (&#8220;Alle Nachrichten, die es wert sind, gedruckt zu werden&#8221;) verwandelten die &#8220;Yes Men&#8221; in &#8220;All the news we hope to print&#8221; (&#8220;Alle Nachrichten, die hoffentlich einmal gedruckt werden&#8221;). Sechs Monate lang h\u00e4tten sie an der Zeitung gearbeitet, teilten sie mit. Die Idee sei bei einem Bier entstanden.<\/p>\n<table>\n<tr>\n<td align=\"justify\">\n&#8220;Ich denke, es ist jetzt der richtige Zeitpunkt f\u00fcr eine Diskussion, was wir erreichen wollen&#8221;, sagte Mitbegr\u00fcnder Igor Vamos der &#8220;Albany Times Union&#8221;. Er selbst schrieb nach eigenen Angaben f\u00fcr die falsche &#8220;New York Times&#8221; einen Bericht \u00fcber das weltweite Verbot von Massenvernichtungswaffen. Einer der Urheber des Projekts, der sich als &#8220;Wilfred Sassoon&#8221; ausgab, sprach von rund 30 beteiligten Autoren. Dem New Yorker Kunsthochschullehrer Steven Lambert zufolge haben auch drei Journalisten der echten &#8220;Times&#8221; mitgemacht. Lambert pries die Parodie als vollen Erfolg: &#8220;Die Zeitung zeigt eine Vision dessen, was m\u00f6glich ist, wenn wir alle zusammenarbeiten.&#8221;<\/p>\n<p>Von der &#8220;New York Times&#8221; gab es erst nur einen knappen Kommentar: &#8220;Das ist eindeutig eine gef\u00e4lschte Ausgabe der &#8216;Times&#8217;. Derzeit versuchen wir, mehr dar\u00fcber herauszufinden&#8221;, sagte Sprecherin Catherine J. Mathis. In einem Artikel auf der Webseite wurde dann \u00fcber die &#8220;elaborierte Falschmeldung&#8221; berichtet &#8211; der Text begann so: &#8220;Sorry, Leute, diese Zeitung ist nicht kostenlos. Und der Irak-Krieg ist noch nicht vorbei.&#8221;<\/p>\n<p>Die Ausgabe war auf den Stra\u00dfen ein Erfolg. Prompt wurde in Internet-Videos dokumentiert, wie die Zeitung entstand und wie die falschen Nachrichten aus der Zukunft aufgenommen wurden.<\/p>\n<p>Die Initiatoren teilten mit, sie wollten die neue Regierung des k\u00fcnftigen US-Pr\u00e4sidentin Barack Obama ermuntern, ihre Wahlversprechen zu halten. Das mit Spenden finanzierte Projekt solle &#8220;Druck auf die Leute aus\u00fcben, die wir gew\u00e4hlt haben, das zu tun, wof\u00fcr wir sie gew\u00e4hlt haben&#8221;, sagte ein Journalist, der seinen echten Namen nicht nennen wollte.\n<\/td>\n<td align=\"right\" width=\"435\">\n<object width=\"425\" height=\"344\"><param name=\"movie\" value=\"http:\/\/www.youtube.com\/v\/lZU14NYovpY&#038;hl=en&#038;fs=1&#038;rel=0&#038;color1=0x2b405b&#038;color2=0x6b8ab6\"><\/param><param name=\"allowFullScreen\" value=\"true\"><\/param><param name=\"allowscriptaccess\" value=\"always\"><\/param><embed src=\"http:\/\/www.youtube.com\/v\/lZU14NYovpY&#038;hl=en&#038;fs=1&#038;rel=0&#038;color1=0x2b405b&#038;color2=0x6b8ab6\" type=\"application\/x-shockwave-flash\" allowscriptaccess=\"always\" allowfullscreen=\"true\" width=\"425\" height=\"344\"><\/embed><\/object><\/p>\n<p><object width=\"425\" height=\"344\"><param name=\"movie\" value=\"http:\/\/www.youtube.com\/v\/3PCciOX_XBk&#038;hl=en&#038;fs=1&#038;rel=0&#038;color1=0x2b405b&#038;color2=0x6b8ab6\"><\/param><param name=\"allowFullScreen\" value=\"true\"><\/param><param name=\"allowscriptaccess\" value=\"always\"><\/param><embed src=\"http:\/\/www.youtube.com\/v\/3PCciOX_XBk&#038;hl=en&#038;fs=1&#038;rel=0&#038;color1=0x2b405b&#038;color2=0x6b8ab6\" type=\"application\/x-shockwave-flash\" allowscriptaccess=\"always\" allowfullscreen=\"true\" width=\"425\" height=\"344\"><\/embed><\/object>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<p>Die &#8220;Yes Men&#8221;-Aktivisten hatten sich Ende der neunziger Jahre zusammengeschlossen. Die Globalisierungskritiker gerieten schon durch eine gef\u00e4lschte Internet-Seite der Welthandelsorganisation WTO in die Schlagzeilen. Als vermeintlich legitime WTO-Mitarbeiter wurden sie zu Konferenzen und Vortr\u00e4gen eingeladen, bei denen sie dann als satirische Kritiker auftraten. Ihre Aktionen wurden 2003 in dem Pseudo-Dokumentarfilm &#8220;The Yes Men&#8221; beleuchtet. <\/p>\n<p><strong>Links:<\/strong><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.nytimes-se.com\/\">Gef\u00e4lschte New York Times Seite<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/cityroom.blogs.nytimes.com\/2008\/11\/12\/pranksters-spoof-the-times\/\">Offizieller NYT Blog<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/The_Yes_Men\">Aktivisten &#8220;The Yes Men&#8221;<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Falsche &#8220;New York Times&#8221; verk\u00fcndet Ende der Kriege in Irak und Afghanistan spiegel.de &#8211; Sie sah t\u00e4uschend echt aus &#8211; nur was in der angeblichen Sonderausgabe der &#8220;New York Times&#8221; zu lesen war, lie\u00df die Leser stutzen. 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