{"id":569,"date":"2009-05-20T12:03:58","date_gmt":"2009-05-20T10:03:58","guid":{"rendered":"http:\/\/kurios.at\/storys\/?p=569"},"modified":"2009-05-20T12:04:30","modified_gmt":"2009-05-20T10:04:30","slug":"stromschlaege-gegen-inet-sucht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kurios.at\/storys\/569\/stromschlaege-gegen-inet-sucht\/","title":{"rendered":"Stromschl\u00e4ge gegen Inet Sucht"},"content":{"rendered":"<h1 class=\"storys\"><center>Schocktherapie f\u00fcr Online-Junkies<\/center><\/h1>\n<p><font class=\"storys\"><br \/>\n<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/panorama\/649\/469208\/text\/\">sueddeutsche.de<\/a> &#8211; Mit Elektroschocks behandelt ein Krankenhaus in China internets\u00fcchtige Jugendliche. Die \u00c4rzte befestigen Elektroden an beiden Schl\u00e4fen und an den Fingerspitzen der Patienten. Dann wird mit gezielten Stromst\u00f6\u00dfen versucht, sie zu &#8220;heilen&#8221;. Diese eher radikale Methode im &#8220;Volkskrankenhaus Nummer Vier&#8221; im Ort Linyi, Provinz Shandong, st\u00f6\u00dft nun allerdings auf Kritik. &#8220;Wer garantiert, dass die Stromschl\u00e4ge bei den Kindern keine Folgesch\u00e4den hinterlassen?&#8221;, fragt eine Chinesische Jugendzeitung.<\/p>\n<p>Auch in China gibt es eine wachsende Zahl junger Menschen, denen es immer schwerer f\u00e4llt, sich vom Computer loszurei\u00dfen. Ihre genaue Zahl ist unbekannt. Bei 300 Millionen Internetnutzern landesweit ist es jedoch eine sichere Annahme, dass die Volksrepublik auch bei dieser Statistik weltweit einen Spitzenplatz belegen d\u00fcrfte. Von bis zu 20 Millionen Webnutzern mit sucht\u00e4hnlichen Symptomen in der Volksrepublik ist die Rede. Allerdings gibt es keine offizielle Definition, ab wie vielen Stunden vor dem Bildschirm ein Mensch als &#8220;Internet-Junkie&#8221; einzustufen ist.<\/p>\n<p>In Linyi sind viele Jugendliche offenbar gegen ihren Willen interniert und mit Elektroschocks &#8220;gef\u00fcgig gemacht&#8221; worden. So steht es in einem Bericht des Reporters Guo Jianlong, der zun\u00e4chst der Zensur zum Opfer fiel, nun aber im Internet zu lesen ist.<\/p>\n<p>Guo berichtet von den Erlebnissen des 17-j\u00e4hrigen Teng Fei. Seine Eltern lockten ihn unter einem Vorwand in das Krankenhaus in Linyi. Sie wollten ihm helfen. Der Teenager wurde zum &#8220;Gesundheitstest&#8221; in den Raum 13 gef\u00fchrt.<br \/>\nDort wurde er dann solange mit schmerzhaften Stromst\u00f6\u00dfen traktiert, bis er auf einem Formular seiner &#8220;freiwilligen Einweisung&#8221; zustimmte.<\/p>\n<p>Wie der Reporter herausfand, werden die meisten der derzeit rund hundert Patienten gegen ihren Willen in der Klinik festgehalten. Innerhalb von zwei Stunden h\u00e4tten die meisten in Raum 13 ihren Widerstand aufgegeben und das Formblatt unterschrieben. Teng Fei habe den Schmerz bereits nach einer halben Stunde nicht mehr ertragen, ist zu lesen.<\/p>\n<p><strong>Links:<\/strong><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/panorama\/649\/469208\/text\/\">Mehr dazu auf sueddeutsche.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schocktherapie f\u00fcr Online-Junkies sueddeutsche.de &#8211; Mit Elektroschocks behandelt ein Krankenhaus in China internets\u00fcchtige Jugendliche. Die \u00c4rzte befestigen Elektroden an beiden Schl\u00e4fen und an den Fingerspitzen der Patienten. Dann wird mit gezielten Stromst\u00f6\u00dfen versucht, sie zu &#8220;heilen&#8221;. 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