{"id":58,"date":"2000-04-23T14:54:05","date_gmt":"2000-04-23T13:54:05","guid":{"rendered":"http:\/\/kurios.at\/storys\/58"},"modified":"2008-11-26T23:29:46","modified_gmt":"2008-11-26T21:29:46","slug":"warum-kippen-muenzen-um","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kurios.at\/storys\/58\/warum-kippen-muenzen-um\/","title":{"rendered":"Warum kippen M\u00fcnzen um?"},"content":{"rendered":"<h1 class=\"storys\"><CENTER>Warum die M&uuml;nze sich dreht und dann doch umf&auml;llt<\/h1>\n<p><font class=\"storys\"><br \/>\n<br \/>\n<A HREF=\"http:\/\/www.pressetext.at\">pte<\/A> &#8211; Warum lassen sich M&uuml;nzen als Kreisel verwenden, werden beim Umfallen immer schneller und bleiben dann pl&ouml;tzlich still liegen? W&auml;hrend diese Frage die Allgemeinheit wohl kaum zum Gr&uuml;beln bringt, besch&auml;ftigte sich der britische Mathematiker Keith Moffat schon l&auml;nger damit und hat nun offenbar des R&auml;tsels L&ouml;sung gefunden. Seinen \u00dcberlegungen zufolge spielt die Luftschicht zwischen der M&uuml;nze oder einer beliebigen anderen Scheibe und der Tischoberfl&auml;che die entscheidende Rolle. Wenn sich das Geldst&uuml;ck dreht, verliert es auf Grund des Reibungswiderstandes der Luft und der Unterlage Energie.<\/p>\n<p>Rein physikalisch gesehen ? Physiker nennen das Singularit&auml;t &#8211; m&uuml;sste die M&uuml;nze sich immer mehr beschleunigen und nie umfallen. Irgendwann jedoch kippt das Geldst&uuml;ck langsam zur Seite. Je n&auml;her es der Tischoberfl&auml;che kommt, desto schneller dreht es sich &#8211; pl&ouml;tzlich jedoch stoppt es ab und liegt endg&uuml;ltig flach. Sobald es sich jedoch zur Seite neigt, dreht es sich nur noch auf seiner Kante. Gleichzeitig geht die potentielle in kinetische Energie &uuml;ber und die Scheibe rotiert immer schneller. Da Mutter Natur aber nur ungern Singularit&auml;ten zul&auml;sst, stoppt sie die M&uuml;nze mit Hilfe der inneren Reibung der Luft, von Wissenschaftlern auch als Viskosit&auml;t bezeichnet. &#8220;In der letzten Phase, wenn die Scheibe &uuml;ber dem Tisch vibriert, wird dabei ein d&uuml;nnes Luftkissen eingeschlossen. Deshalb wird viel Energie verbraucht und die M&uuml;nze h&auml;lt pl&ouml;tzlich an&#8221;, erkl&auml;rt Moffatt. Das sei ein Beispiel f&uuml;r eine Singularit&auml;t mit begrenzter Lebensdauer, f&uuml;gt er noch hinzu.<\/p>\n<p>Das einfache Experiment mit Tisch und M&uuml;nze hat noch einen gro\u00dfen Bruder, die Euler-Disk. Auch dieses Spielzeug &#8211; eine etwa 400 Gramm schwere verchromte Stahlscheibe, die auf einer spiegelnden Oberfl&auml;che scheinbar nie zur Ruhe kommt und sogar zu summen beginnt &#8211; hat der Wissenschaftler des <a href=\"http:\/\/www.newton.cam.ac.uk\/\"><strong>Isaac Newton Institute for Mathematical Sciences<\/strong><\/a> in Cambridge vom 20. April 2000 genauer unter die Lupe genommen. Wie er herausfand, macht es fast keinen Unterschied, mit welcher Startgeschwindigkeit und unter welchem Winkel der Spieler die Scheibe in Bewegung setzt. Sie h&auml;lt etwa immer 100 Sekunden aus, bevor sie sich mit einem letzten Aufb&auml;umen zur Ruhe legt, berichtet er. Eine Beobachtung, die seine Formel best&auml;tigt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Warum die M&uuml;nze sich dreht und dann doch umf&auml;llt pte &#8211; Warum lassen sich M&uuml;nzen als Kreisel verwenden, werden beim Umfallen immer schneller und bleiben dann pl&ouml;tzlich still liegen? W&auml;hrend diese Frage die Allgemeinheit wohl kaum zum Gr&uuml;beln bringt, besch&auml;ftigte sich der britische Mathematiker Keith Moffat schon l&auml;nger damit und hat nun offenbar des R&auml;tsels [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[505,503,502,504],"class_list":["post-58","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","tag-frage","tag-kippt","tag-munze","tag-warum"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/kurios.at\/storys\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/58","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/kurios.at\/storys\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/kurios.at\/storys\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kurios.at\/storys\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kurios.at\/storys\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=58"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/kurios.at\/storys\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/58\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/kurios.at\/storys\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=58"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/kurios.at\/storys\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=58"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/kurios.at\/storys\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=58"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}