{"id":690,"date":"2009-10-23T18:46:36","date_gmt":"2009-10-23T16:46:36","guid":{"rendered":"http:\/\/kurios.at\/storys\/?p=690"},"modified":"2009-10-27T09:08:10","modified_gmt":"2009-10-27T07:08:10","slug":"piloten-verschlafen-zielflughafen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kurios.at\/storys\/690\/piloten-verschlafen-zielflughafen\/","title":{"rendered":"Piloten verschlafen Zielflughafen"},"content":{"rendered":"<h1 class=\"storys\"><center>Piloten verschlafen Zielflughafen<\/center><\/h1>\n<p><font class=\"storys\"><br \/>\n<br \/>\n<a href=\"http:\/\/orf.at\/091023-43952\/\">orf.at<\/a> &#8211; Auch wenn es sich auf den ersten Blick wie eine harmlose Panne ausnimmt, sorgt der Zwischenfall mit einem Passagierjet, dessen Piloten die Landung \u00fcbersahen, in den USA nun f\u00fcr heftige Debatten. Immerhin ist es f\u00fcr Passagiere ein wenig beruhigender Gedanke, dass die Piloten des Flugzeugs, in dem sie sitzen, m\u00f6glicherweise gerade schlafen oder sonst wie abgelenkt sind.<\/p>\n<table>\n<tr>\n<td align=\"justify\">\nDie US-Beh\u00f6rden untersuchen den Vorfall, meldeten aber bereits im Vorhinein Zweifel an der Darstellung der Piloten an. Diese rechtfertigten sich damit, sie h\u00e4tten die Kontaktversuche und die anstehende Landung wegen einer hitzigen Debatte \u00fcber Regeln der Fluggesellschaft \u00fcbersehen. Untersucht wird jedenfalls auch, ob die Piloten einschliefen.<\/p>\n<p>Die Piloten des Northwest-Airlines-Fluges von San Diego nach Minneapolis mit 144 Passagieren an Bord hatten erst 160 Kilometer, nachdem sie den Zielflughafen \u00fcberflogen hatten, ihren Fehler bemerkt und mussten umdrehen. Die Flugkontrolle von Denver und Minneapolis hatte zuvor mehr als eine Stunde lang vergeblich versucht, Kontakt zu den Piloten herzustellen.\n<\/td>\n<td width=\"310\" align=\"right\" valign=\"top\">\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/kurios.at\/storys\/wp-content\/uploads\/2009\/10\/deltaair-300x192.jpg\" alt=\"deltaair\" title=\"deltaair\" width=\"300\" height=\"192\" class=\"alignnone size-medium wp-image-691\" srcset=\"https:\/\/kurios.at\/storys\/wp-content\/uploads\/2009\/10\/deltaair-300x192.jpg 300w, https:\/\/kurios.at\/storys\/wp-content\/uploads\/2009\/10\/deltaair.jpg 950w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<p>Trotz der zahlreichen automatischen Hinweise und Warnungen an den Armaturen bemerkten die Piloten ihren Fehler erst, nachdem sie von einer Stewardess darauf aufmerksam gemacht worden waren.<\/p>\n<p>Die Schilderung der Piloten wird von Experten massiv in Zweifel gezogen. &#8220;Das ergibt einfach keinen Sinn&#8221;, so Bill Voss, Pr\u00e4sident der Flugsicherheitsvereinigung. Die Debatte der Piloten m\u00fcsse &#8220;sehr lang&#8221; gewesen sein, so Voss sarkastisch.<\/p>\n<p>Bisher hat die US-Beh\u00f6rde f\u00fcr Verkehrssicherheit (NTSB) weder die Piloten befragt noch den Stimmenrekorder des Flugzeugs ausgewertet.<\/p>\n<p>Der Ex-Pilot Ben Berman, der f\u00fcr NTSB in der Vergangenheit Unfalluntersuchungen leitete, betonte, erfahrene Piloten w\u00fcrden intuitiv merken, wenn es Zeit sei, die Landung einzuleiten.<\/p>\n<p>Die Vorbereitungen daf\u00fcr h\u00e4tten etwa 160 Kilometer vor dem Zielflughafen Minneapolis beginnen m\u00fcssen. Es m\u00fcsse schon ein ziemlich dramatisches Ereignis sein, damit ein Pilot das vergesse, so Berman. Er ist daher \u00fcberzeugt, dass eine Debatte \u00fcber das Unternehmen &#8220;nicht alles war&#8221;.<\/p>\n<p><strong>[Update]<\/strong><br \/>\n<a href=\"http:\/\/orf.at\">orf.at<\/a> &#8211; Zwei Piloten einer US-Passagiermaschine waren zur Zeit der geplanten Landung mit ihren Laptops besch\u00e4ftigt und flogen daher 240 Kilometer an ihrem Zielflughafen vorbei. Das geht aus einer gestern ver\u00f6ffentlichten Mitteilung der Nationalen Verkehrssicherheitsbeh\u00f6rde NTSB hervor, die nach dem aufsehenerregenden Vorfall Ermittlungen eingeleitet hatte.<\/p>\n<p>Demnach deuten bisherige Untersuchungen und eigene Angaben der Piloten darauf hin, dass die beiden 53 und 54 Jahre alten M\u00e4nner auf ihren Computern &#8220;Dienstplan-Prozeduren&#8221; checkten und dadurch so stark abgelenkt waren, dass sie ihr Ziel verpassten \u00fcber eine Stunde lang nicht auf Funkspr\u00fcche reagierten.<\/p>\n<p>Der Airbus A 320 der Gesellschaft Northwest mit 144 Passagieren und f\u00fcnf Besatzungsmitgliedern an Bord war am vergangenen Mittwochabend in San Diego (Kalifornien) gestartet und sollte in Minneapolis (Minnesota) landen. Das tat er auch &#8211; aber erst nach dem ungeplanten Umweg und mit mehr als einst\u00fcndiger Versp\u00e4tung. Die Maschine befand sich bereits \u00fcber Minnesotas Nachbarstaat Wisconsin, als ein Flugbegleiter die Piloten auf ihren Fehler aufmerksam machte und das Flugzeug umkehrte.<\/p>\n<p>Die Untersuchungen dauern noch an, und die beiden Piloten sind zurzeit vom Dienst suspendiert. Aber sie werden wahrscheinlich ihren Job verlieren, wie Delta Airlines, die &#8220;Mutter&#8221; von Northwest, inzwischen klar machte. In einer Mitteilung hie\u00df es, das Benutzen von Laptops oder von Aktivit\u00e4ten, die nichts mit dem F\u00fchren des Flugzeuges zusammenhingen, sei w\u00e4hrend des Fluges strikt verboten, &#8220;und Verst\u00f6\u00dfe f\u00fchren zur Entlassung&#8221;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Piloten verschlafen Zielflughafen orf.at &#8211; Auch wenn es sich auf den ersten Blick wie eine harmlose Panne ausnimmt, sorgt der Zwischenfall mit einem Passagierjet, dessen Piloten die Landung \u00fcbersahen, in den USA nun f\u00fcr heftige Debatten. 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