{"id":96,"date":"2003-05-02T14:54:05","date_gmt":"2003-05-02T13:54:05","guid":{"rendered":"http:\/\/kurios.at\/storys\/96"},"modified":"2008-08-19T05:25:50","modified_gmt":"2008-08-19T03:25:50","slug":"h2o-ip","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kurios.at\/storys\/96\/h2o-ip\/","title":{"rendered":"H2O\/IP"},"content":{"rendered":"<h1 class=\"storys\"><CENTER>Daten&uuml;bertragung namens H2O\/IP entwickelt<\/h1>\n<p><\/center><font class=\"storys\"><br \/>\n<br \/>\nDublin (<a href=\"http:\/\/www.pte.at\">pte<\/a>, 1. Mai 2003 09:05) &#8211; Ein neues Protokoll zur Daten&uuml;bertragung namens H2O\/IP entwickelt derzeit der IT-K&uuml;nstler  Jonah Brucker-Cohen. Er forscht am MIT Media Lab Europe in Dublin und hat schon verschiedene digitale Kunstprojekte realisiert, die auf das Internet als Vernetzungsmedium setzen. Das Besondere an H2O\/IP ist die zur Daten&uuml;bertragung genutzte organische Tr&auml;gersubstanz: Wasser. <\/p>\n<p><b>\u00c4hnlich wie TCP\/IP<\/B><\/p>\n<p>Nach Angaben von Cohen funktioniert H2O\/IP &auml;hnlich wie TCP\/IP, nutzt aber die viskosen Eigenschaften von H2O (Wasser), die in den herk&ouml;mmlichen, paketorientierten Netzen nicht gegeben sind. Insbesondere Fl&uuml;ssigkeit, unterschiedliche Temperaturen, variable Aggregatzust&auml;nde, Unterschiede in der Dichte je nach Zustand sowie Oberfl&auml;chenspannung sind Eigenschaften, die bei elektronischer Daten&uuml;bertragung nicht vorhanden sein k&ouml;nnen und so auch nicht als Informationstr&auml;ger genutzt werden k&ouml;nnen. <\/p>\n<p><b>OSI-Modell <\/b><\/p>\n<p>Das H2O\/Internet-Protocol basiert auf einem OSI-Modell (Open Systems Interconnection) und besteht nach Cohens Entwurf aus vier wesentlichen Teilen: Den eigens hergestellten Hardware-Schnittstellen, den Codierungs\/Decodierungs-Einheiten, den Verbindungseinrichtungen, welche die &uuml;bertragenen Informationen zu den Kommunikations-Interfaces weiterleiten und schlie\u00dflich den Applikationen, die das Anschlie\u00dfen unbegrenzter Input\/Output-Mechanismen erm&ouml;glichen. <\/p>\n<p><b>Bilder in Form modulierter Wassertropfen <\/B><\/p>\n<p>Auch eine Prototyp-Anwendung hat der Entwickler schon gebaut und im <a target=\"blank\" href=\"http:\/\/www.medialabeurope.org\" target=\"_blank\"> Media Lab Europe <\/a>, dem ehemaligen Hopfenlager der Guinness Brauerei in Dublin, errichtet. Die &#8220;StreamingMedia&#8221; genannte &#8220;Daten-Skulptur&#8221; besteht aus zwei Computern, die in unterschiedlicher H&ouml;he installiert sind. Jener im ersten Obergescho\u00df macht Fotos und schickt die Daten der geschossenen Bilder in Form modulierter Wassertropfen an den im Erdgescho\u00df situierten Rechner. &#8220;Das Projekt versucht zu demonstrieren, wie digitale Information in organische Form codiert und decodiert werden kann, um physische Netzwerke zwischen digitalen Ger&auml;ten zu etablieren&#8221;, schreibt Brucker-Cohen auf seiner <a target=\"blank\" href=\"http:\/\/www.coin-operated.com\/projects\" target=\"_blank\"> Projekt-Website <\/a>. <\/p>\n<p><b>Mit dem Wasserhahn <\/B><\/p>\n<p>Der &#8220;obere&#8221; Computer ist mit einem LCD-Schirm und einer am USB-Port angeschlossenen Kamera ausger&uuml;stet. N&auml;hert sich eine Person der Installation, sieht sie auf dem Schirm ihr eigenes, von der Kamera aufgenommenes Bild. Nach entsprechendem Knopfdruck wird ein Standbild geschossen. Da die Daten&uuml;bertragung noch nicht besonders effektiv ist, werden die Fotos vor \u00dcbertragung an den ein Stockwerk tiefer aufgestellten Rechner in ein 16-mal-16-Pixel-Graustufen-Bild verwandelt. Zur Demonstration der reinen Funktionst&uuml;chtigkeit ist dies aber ausreichend. Das konvertierte &#8220;Bild&#8221; wird Pixel f&uuml;r Pixel analysiert, anschlie\u00dfend beginnt das System einen Wasserhahn so zu steuern, dass die Graustufenwerte jedes einzelnen Pixels in Form bestimmter Wassertropfen-Muster &#8220;gemorst&#8221; werden. <\/p>\n<p><b>Wassertropfen  und Trichter <\/B><\/p>\n<p>Die aufgrund der Schwerkraft nach unten fallenden Wassertropfen werden in der darunter liegenden Etage von einem Trichter aufgefangen. Am unteren Ausgang des Trichters ist ein Infrarot-Sensor angebracht, der die vorbeifallenden Tropfen analysiert. Die so gewonnen Daten werden vom angeschlossenen Computer ausgewertet, ein ebenfalls angebundener Videoprojektor projiziert schlie\u00dflich das Graustufen-&#8220;Bild&#8221; auf eine vom oberen Gescho\u00df sichtbare Projektionsfl&auml;che. <\/p>\n<p><b>Bald Request for Comments<\/b><\/p>\n<p>Gegen&uuml;ber pressetext.europe hat Brucker-Cohen angek&uuml;ndigt, bald einen Request for Comments (RFC) zu ver&ouml;ffentlichen. Ebenso sollen die H2O\/IP-Spezifikationen auf der Projekt-Site online gestellt werden. Dann wird die interessierte Fachwelt beurteilen k&ouml;nnen, ob seine Entwicklung mit elementaren Fortschritten wie sie etwa mit <a target=\"blank\" href=\"http:\/\/www.ietf.org\/rfc\/rfc1149.txt \" target=\"_blank\"> RFC 1149 <\/a> erreicht wurden, mithalten, oder lediglich zur Besch&auml;ftigung f&uuml;r ungenutzte Rechenkapazit&auml;ten humanoider CPUs dienen kann. (pte)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Daten&uuml;bertragung namens H2O\/IP entwickelt Dublin (pte, 1. Mai 2003 09:05) &#8211; Ein neues Protokoll zur Daten&uuml;bertragung namens H2O\/IP entwickelt derzeit der IT-K&uuml;nstler Jonah Brucker-Cohen. Er forscht am MIT Media Lab Europe in Dublin und hat schon verschiedene digitale Kunstprojekte realisiert, die auf das Internet als Vernetzungsmedium setzen. 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