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Posts mit Tag: ‘internet’

Wednesday, May 20th, 2009

Schocktherapie für Online-Junkies



sueddeutsche.de – Mit Elektroschocks behandelt ein Krankenhaus in China internetsüchtige Jugendliche. Die Ärzte befestigen Elektroden an beiden Schläfen und an den Fingerspitzen der Patienten. Dann wird mit gezielten Stromstößen versucht, sie zu “heilen”. Diese eher radikale Methode im “Volkskrankenhaus Nummer Vier” im Ort Linyi, Provinz Shandong, stößt nun allerdings auf Kritik. “Wer garantiert, dass die Stromschläge bei den Kindern keine Folgeschäden hinterlassen?”, fragt eine Chinesische Jugendzeitung.

Auch in China gibt es eine wachsende Zahl junger Menschen, denen es immer schwerer fällt, sich vom Computer loszureißen. Ihre genaue Zahl ist unbekannt. Bei 300 Millionen Internetnutzern landesweit ist es jedoch eine sichere Annahme, dass die Volksrepublik auch bei dieser Statistik weltweit einen Spitzenplatz belegen dürfte. Von bis zu 20 Millionen Webnutzern mit suchtähnlichen Symptomen in der Volksrepublik ist die Rede. Allerdings gibt es keine offizielle Definition, ab wie vielen Stunden vor dem Bildschirm ein Mensch als “Internet-Junkie” einzustufen ist.

In Linyi sind viele Jugendliche offenbar gegen ihren Willen interniert und mit Elektroschocks “gefügig gemacht” worden. So steht es in einem Bericht des Reporters Guo Jianlong, der zunächst der Zensur zum Opfer fiel, nun aber im Internet zu lesen ist.

Guo berichtet von den Erlebnissen des 17-jährigen Teng Fei. Seine Eltern lockten ihn unter einem Vorwand in das Krankenhaus in Linyi. Sie wollten ihm helfen. Der Teenager wurde zum “Gesundheitstest” in den Raum 13 geführt.
Dort wurde er dann solange mit schmerzhaften Stromstößen traktiert, bis er auf einem Formular seiner “freiwilligen Einweisung” zustimmte.

Wie der Reporter herausfand, werden die meisten der derzeit rund hundert Patienten gegen ihren Willen in der Klinik festgehalten. Innerhalb von zwei Stunden hätten die meisten in Raum 13 ihren Widerstand aufgegeben und das Formblatt unterschrieben. Teng Fei habe den Schmerz bereits nach einer halben Stunde nicht mehr ertragen, ist zu lesen.

Links:
Mehr dazu auf sueddeutsche.de

Monday, October 6th, 2008

Dorfbewohner verlegen eigenen Internet-Anschluss



Damit die Einwohner des 600-Einwohner-Dorfes Waldstetten (Neckar-Odenwald-Kreis) früher und kostengünstiger in den Genuss des schnellen Internetzugangs kommen, greifen sie selbst zu Pickel, Schaufel und Radlader. In ehrenamtlicher Arbeit gräbt die Dorfgemeinschaft gemeinsam mit einem örtlichen Bauunternehmer einen Graben von 2,2 Kilometer Länge und verlegt darin Leerrohre, in die eine Spezialfirma später das Glasfaserkabel einschießen wird.

“Uns lag ein Kostenvoranschlag der Deutschen Telekom vor”, erläutert Ortsvorsteher Helmut Hartmann. “Danach hätten wir 200 000 Euro für den Anschluss unseres Dorfes an die nächstgelegene Glasfaserleitung bezahlen müssen.” Die Gemeinde Höpfingen, zu der der Ort gehört, war nicht bereit, diese Kosten zu übernehmen, den Bürgern wiederum war das zu teuer. Und so vereinbarten die Waldstettener mit der Deutschen Telekom, die Grabarbeiten selbst zu übernehmen und damit 90 000 Euro an Kosten zu vermeiden.

Rund 50 Einwohner im Alter von 12 bis 78 Jahren haben sich bisher an den Arbeiten beteiligt. “Man kann die Bevölkerung gut motivieren, wenn man ein Ziel vor Augen hat”, sagt Hartmann. Jetzt sind die Bürger guter Dinge, dass sie zu Beginn des nächsten Jahres den DSL-Anschluss sogar ohne zusätzliche Kosten erhalten werden. Denn wenn mindestens 115 Haushalte einen DSL-Vertrag mit zwei Jahren Laufzeit bei der Deutschen Telekom abschließen, übernimmt das Unternehmen die Restkosten in Höhe von 110 000 Euro. Über 90 Verträge hat der Ortsvorsteher schon beisammen.

Friday, May 2nd, 2003

Datenübertragung namens H2O/IP entwickelt



Dublin (pte, 1. Mai 2003 09:05) – Ein neues Protokoll zur Datenübertragung namens H2O/IP entwickelt derzeit der IT-Künstler Jonah Brucker-Cohen. Er forscht am MIT Media Lab Europe in Dublin und hat schon verschiedene digitale Kunstprojekte realisiert, die auf das Internet als Vernetzungsmedium setzen. Das Besondere an H2O/IP ist die zur Datenübertragung genutzte organische Trägersubstanz: Wasser.

Ähnlich wie TCP/IP

Nach Angaben von Cohen funktioniert H2O/IP ähnlich wie TCP/IP, nutzt aber die viskosen Eigenschaften von H2O (Wasser), die in den herkömmlichen, paketorientierten Netzen nicht gegeben sind. Insbesondere Flüssigkeit, unterschiedliche Temperaturen, variable Aggregatzustände, Unterschiede in der Dichte je nach Zustand sowie Oberflächenspannung sind Eigenschaften, die bei elektronischer Datenübertragung nicht vorhanden sein können und so auch nicht als Informationsträger genutzt werden können.

OSI-Modell

Das H2O/Internet-Protocol basiert auf einem OSI-Modell (Open Systems Interconnection) und besteht nach Cohens Entwurf aus vier wesentlichen Teilen: Den eigens hergestellten Hardware-Schnittstellen, den Codierungs/Decodierungs-Einheiten, den Verbindungseinrichtungen, welche die übertragenen Informationen zu den Kommunikations-Interfaces weiterleiten und schließlich den Applikationen, die das Anschließen unbegrenzter Input/Output-Mechanismen ermöglichen.

Bilder in Form modulierter Wassertropfen

Auch eine Prototyp-Anwendung hat der Entwickler schon gebaut und im Media Lab Europe , dem ehemaligen Hopfenlager der Guinness Brauerei in Dublin, errichtet. Die “StreamingMedia” genannte “Daten-Skulptur” besteht aus zwei Computern, die in unterschiedlicher Höhe installiert sind. Jener im ersten Obergeschoß macht Fotos und schickt die Daten der geschossenen Bilder in Form modulierter Wassertropfen an den im Erdgeschoß situierten Rechner. “Das Projekt versucht zu demonstrieren, wie digitale Information in organische Form codiert und decodiert werden kann, um physische Netzwerke zwischen digitalen Geräten zu etablieren”, schreibt Brucker-Cohen auf seiner Projekt-Website .

Mit dem Wasserhahn

Der “obere” Computer ist mit einem LCD-Schirm und einer am USB-Port angeschlossenen Kamera ausgerüstet. Nähert sich eine Person der Installation, sieht sie auf dem Schirm ihr eigenes, von der Kamera aufgenommenes Bild. Nach entsprechendem Knopfdruck wird ein Standbild geschossen. Da die Datenübertragung noch nicht besonders effektiv ist, werden die Fotos vor Übertragung an den ein Stockwerk tiefer aufgestellten Rechner in ein 16-mal-16-Pixel-Graustufen-Bild verwandelt. Zur Demonstration der reinen Funktionstüchtigkeit ist dies aber ausreichend. Das konvertierte “Bild” wird Pixel für Pixel analysiert, anschließend beginnt das System einen Wasserhahn so zu steuern, dass die Graustufenwerte jedes einzelnen Pixels in Form bestimmter Wassertropfen-Muster “gemorst” werden.

Wassertropfen und Trichter

Die aufgrund der Schwerkraft nach unten fallenden Wassertropfen werden in der darunter liegenden Etage von einem Trichter aufgefangen. Am unteren Ausgang des Trichters ist ein Infrarot-Sensor angebracht, der die vorbeifallenden Tropfen analysiert. Die so gewonnen Daten werden vom angeschlossenen Computer ausgewertet, ein ebenfalls angebundener Videoprojektor projiziert schließlich das Graustufen-“Bild” auf eine vom oberen Geschoß sichtbare Projektionsfläche.

Bald Request for Comments

Gegenüber pressetext.europe hat Brucker-Cohen angekündigt, bald einen Request for Comments (RFC) zu veröffentlichen. Ebenso sollen die H2O/IP-Spezifikationen auf der Projekt-Site online gestellt werden. Dann wird die interessierte Fachwelt beurteilen können, ob seine Entwicklung mit elementaren Fortschritten wie sie etwa mit RFC 1149 erreicht wurden, mithalten, oder lediglich zur Beschäftigung für ungenutzte Rechenkapazitäten humanoider CPUs dienen kann. (pte)

Friday, January 7th, 2000

Internet-Mikrowelle und 3D-Fernseher



Armband-Digitalkamera mit Miniprinter | Badezimmerspiegel mit Monitor und Netzanschluss | Microsoft: “Nicht ob Kunden intelligente Geräte wollen, sondern wie diese selbstverständlich
werden, ist die Frage.”

Auf der Consumer Electronics Show, die noch bis zum Sonntag in Las Vegas stattfindet, zeigt die Industrie gewohnterweise in erster Linie Gadgets: Bisher wurden unter anderem eine Mikrowelle und ein Badezimmerspiegel mit Verbindungen zum Internet, elektronische Pkw-Bremssysteme für Serienwagen, ein 3D-Fernseher und eine Armband-Digitalkamera gesichtet.

Trial and Error Dass hier alle ausstellenden Firmen anders als auf “ernsten” Profimessen ihre Produkte eher nach dem Trial-and-Error-Prinzip vorstellen und hoffen, dass die Kunden auf eine Idee anspringen, hindert die Unternehmen nicht an der theoretischen Begründung ihrer Neuheiten.

Panasonic will seinen Kunden die “Intelligenzsteigerung der Konsumentengeräte” schmackhaft machen, Microsoft-Sprecher Steve Guggenheimer ging bei der Präsentation eines “intelligenten Hauses” [aber nicht Gates’ eigenes] noch einen Schritt weiter: “Nicht ob die Leute diese [intelligenten] Produkte
wollen oder nicht, ist die Frage, sondern wie wir [die Hersteller] es schaffen, sie selbstverständlich in den Alltag einzubinden.”

Schlauer Ofen Panasonic demonstriert eine Mikrowelle, die mit dem Kühlschrank vernetzt ist und je nach Inhalt Menüvorschläge unterbreitet.

Die Rezepte dazu holt sich der schlaue Ofen aus dem Internet, wo auch der Kühlschrank selbsttätig seine Bestellungen aufgibt.

Armband-Anwendungen Casio setzt seine legendäre “Technik am Armband”-Reihe fort [Schon bisher
hat die Firma von der Fernbedienung bis zum GPS alle irgend möglichen Funktionen in ihre Uhren integriert].

Neben dem MP3-Player für das Handgelenk [die Futurezone berichtete] kommt im Laufe dieses Jahres auch eine entsprechende Digitalkamera auf den Markt. Sie kann 100 S/W-Bilder
aufnehmen und speichern.

Am anderen Handgelenk kann dann der Miniprinter getragen werden, der briefmarkengroße Ausdrucke erstellt.

Rasieren und Surfen Phillips hat einen Monitor in den Badezimmerspiegel integriert, damit “Mum und Dad sich morgens über die Börsenkurse und das Wetter” kundig machen können.

Dazu stellt die Firma ein kabelloses Keyboard als zentrales Steuerelement für alle neuen “intelligenten” Haushaltsgeräte vor.

Zeit im 3D-Bild Sanyo macht mit einem 3D-Fernseher Furore, der nach einem holographieähnlichen Prinzip räumliche Bilder darstellt, für deren Wahrnehmung man keine spezielle Brille mehr braucht.

Vor unseren Wohnzimmern soll die Technik allerdings in Operationssälen und Grafikbüros zum Einsatz kommen.

Sunday, March 28th, 1999

Internet Vergiftung



In Italien ist ein Internet-Surfer ist nach einem exzessiven Aufenthalt im weltumspannenden Datennetz mit schweren Persönlichkeitsstörungen ins Krankenhaus eingeliefert worden. Wie die Zeitung “La Repubblica” heute berichtete, surfte der Mann drei Tage lang ohne Unterbrechung im Internet. Er wurde den Angaben zufolge mit “geistiger Verwirrtheit, Halluzinationen und Wahnvorstellungen” in eine Klinik gebracht. Laut “Repubblica” lautete die Diagnose “schwere Internet-Vergiftung”, ein Krankheitsbild, das angeblich immer häufiger anzutreffen ist.

Derzeit seien rund hundert Menschen Italien von der Krankheit betroffen, sagte der Psychiater Tonino Cantelmi der Zeitung. Betroffen seien in der Regel Menschen unter 30 Jahren, die bislang noch nie psychische Probleme gehabt hätten. Sie verbringen oft ganze Tage am Computer. Laut Cantelmi kann das Surfen im Internet bereits ab fünf Stunden gesundheitsgefährdende Auswirkungen haben.