Für die Studie wurde laut BBC ein speziell entwickeltes Gerät eingesetzt, um die Auswirkungen des Blinzelns auf das Gehirn zu erforschen. Das mit Glasfaserkabel ausgestattete Gerät, wurde im Mund von Freiwilligen platziert, die lichtundurchlässige Brillen trugen und in einem fMRI-Scanner lagen. Durch den Gaumen erhellten die optischen Fasern die Augäpfel mit einem hellen Licht. Dadurch begann der Kopf rot zu leuchten. Das bedeutete, dass das auf die Retina fallende Licht gleich blieb, auch wenn die Teilnehmer blinzelten. In der Folge konnten die Forscher die Auswirkungen des Blinzelns auf die Gehirnaktivität unabhängig vom Schließen des Augenglids auf den Lichteinfall messen.
Es zeigte sich, dass das Blinzeln die Gehirnaktivität im visuellen Kortex und anderen Regionen des Gehirns wie dem parietalen und dem präfrontalen Kortex unterdrückte. Diese Bereiche werden normalerweise aktiviert, wenn Menschen beginnen visuelle Ereignisse oder Objekte in der Außenwelt wahrzunehmen. Die leitende Wissenschafterin Davina Bristow erklärte, dass wir unmittelbar wahrnähmen, wenn die Außenwelt plötzlich dunkel würde. Das wäre vor allem dann der Fall, wenn das alle Paar Sekunden geschähe. “Es ist uns kaum bewusst, dass wir blinzeln, obwohl es dabei zu einer ähnlichen Reduktion der Lichtmenge kommt. So wird uns eine ununterbrochene Sicht auf die Welt ermöglicht.”
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